Das Modell

Verpackungsprodukt, Standardpaket, Sendung.

Ein Verpackungsprodukt ist ein Artikel eines Herstellers — ein Karton, eine Polstermatte, eine Rolle Papierklebeband. Es ist über Hersteller und Artikelnummer definiert und weiß von der versendeten Ware nichts. Zum Datensatz gehören Verpackungsart, Maße, Gewicht, Leerraum- und Rezyklatanteil, die Materialzusammensetzung in Gewichtsanteilen, der Schichtaufbau — und das technische Datenblatt des Lieferanten.

Ein Standardpaket ist die Zusammenstellung, die tatsächlich rausgeht: Karton M plus Polstermatte plus Papierklebeband, je mit Menge. Es ist die Einheit, die Sie einer Bestellung zuordnen und die einen dauerhaften Code bekommt. Freigegeben wird dabei immer das Produkt und nie das Paket: Ein Paket ist freigegeben, wenn jedes Produkt darin freigegeben ist.

Das Verfahren

Vier Schritte, eine Verantwortung — Ihre.

Die Eingabe ist das technische Datenblatt des Lieferanten. Ohne Datenblatt gibt es nichts auszulesen, und eine Freigabe ist nicht möglich. Eine neue Datei macht eine neue Freigabe nötig — ebenso ihr Entfernen: Eine Konformitätserklärung, die auf einem inzwischen ersetzten Dokument beruht, ist auf nichts mehr gestützt.

Schritt 1

Datenblatt hochladen

Sie erfassen das Verpackungsprodukt und hängen das technische Datenblatt des Lieferanten an — als PDF oder als Foto vom Smartphone.

Schritt 2

Die Software liest aus — als Vorschlag

Texterkennung und ein Sprachmodell ziehen aus dem Datenblatt die Materialzusammensetzung samt Stoffkennzeichnung nach 97/129/EG (etwa PAP 20 für Wellpappe) und die Angaben zu Schwermetallen, PFAS, Recyclingfähigkeit und REACH, jeweils mit wörtlicher Fundstelle. Aus der Stoffkennzeichnung folgt ein Normvorschlag — bei PAP 20 etwa DIN EN 13430. Nichts davon wird ungesehen übernommen.

Schritt 3

Sie geben frei

Sie sehen die ausgelesenen Angaben, korrigieren, wo Sie es besser wissen, und lesen, ob die Verpackung auf Grundlage des Lieferantendatenblatts die Kriterien erfüllt — oder was dafür noch fehlt. Mit dem Klick auf Freigabe bestätigen Sie als Wirtschaftsakteur, dass Sie die Daten kontrolliert haben. Zeitpunkt, Konto und IP-Adresse werden protokolliert.

Schritt 4

Konformitätserklärung

Mit Ihrer Freigabe entsteht die Konformitätserklärung – mit Dokumentnummer, Fassung, den PPWR-Nachweisen samt Fundstellen und Ihrer elektronischen Unterzeichnung. Ausgestellt ist sie von Ihnen; noplastics hat die Daten ausgelesen und aufbereitet und steht nur als technischer Dienstleister darauf. Gelöscht wird sie nie: Ändert sich eine freigegebene Angabe, wird die Erklärung als abgelöst markiert und bleibt lesbar.

Die Freigabestände

Freigegeben, unter Vorbehalt freigegeben — oder noch offen.

Ein Urteil von noplastics steckt in keinem dieser Zustände: Freigegeben wird von Ihnen, auf Grundlage des Lieferantendatenblatts. Ein Standardpaket ist freigegeben, wenn jedes Produkt darin freigegeben ist — und ist eines davon unter Vorbehalt freigegeben, sagt die Seite des Pakets auch das.

Freigegeben

Vom Inverkehrbringer freigegeben

Der Inverkehrbringer hat die Angaben freigegeben und die Konformitätserklärung ausgestellt und elektronisch unterzeichnet. Keine Prüfung oder Zertifizierung durch noplastics.

Mit Vorbehalt

Freigegeben unter Vorbehalt

Offene oder nicht belegte Nachweise stehen einzeln oben auf der Erklärung. Freigeben lässt sich dann nur im Prüfmodus „Mit Vorbehalt": Die Freigabe wird protokolliert, und die Erklärung trägt sichtbar den Hinweis „unter Vorbehalt" — nicht nur im Protokoll.

Angaben fehlen

Noch unvollständig

Dem Datensatz fehlt noch eine Angabe. Die öffentliche Seite nennt die fehlenden Angaben einzeln, statt „unvollständig" zu melden.

Freigabe ausstehend

Daten ausgelesen, noch nicht freigegeben

Alle Angaben liegen vor, Ihre Freigabe fehlt noch. Bis dahin gibt es keine Konformitätserklärung — die Daten sind aufbereitet, aber von niemandem verantwortet.

Warum es keine Statusspalte gibt

Der Status wird bei jedem Abruf neu berechnet.

Der Zustand eines Datensatzes hängt an seinen Pflichtangaben, seiner Materialzusammensetzung, seinem Schichtaufbau und Ihrer jüngsten Freigabe — und die ändern sich unabhängig voneinander. Ein gespeichertes „ist freigegeben", das nach dem Löschen einer Materialzeile stehen bliebe, behauptete eine Freigabe für einen Datensatz, den es so nicht mehr gibt. Es gibt deshalb kein Statusfeld, das sich setzen ließe.

Aus demselben Grund kostet eine Änderung an dem, was die Verpackung physisch beschreibt oder identifiziert, die Freigabe und die Erklärung: Hersteller, Artikelnummer, Verpackungsart, Maße, Gewicht, Rezyklatanteil und die übrigen freigegebenen Angaben machen eine neue Freigabe nötig. Ein korrigierter Tippfehler im Produktnamen tut das nicht — sonst bestrafte das Verfahren die Sorgfalt, um die es bittet.

Die Mengenrechnung

Was in Gramm auf der Sendungsseite steht.

Das Datenblatt sagt, woraus eine Verpackung besteht. Wie viel davon auf eine einzelne Bestellung entfällt, rechnet das System aus standardisierten Industriegrammaturen: Ihr Bestellexport wird eingelesen, jede Zeile ihrer Warennummer zugeordnet, und daraus entstehen die Grammwerte je Materialfraktion.

Zwei Sicherungen gehören dazu. Bestellt jemand mehrere Artikel, begrenzt eine Deckelungsfunktion die Verpackungsmenge auf reale Logistik-Maximalwerte, statt unrealistisch aufzuaddieren. Fehlen Angaben zu einer Zeile, greift ein Sicherheits-Fallback, der bewusst zu viel ansetzt statt zu wenig. Beides wird auf der öffentlichen Seite ausgewiesen und nicht stillschweigend eingerechnet.

Sehen Sie das Verfahren an Ihrem eigenen Datenblatt.

Ein Verpackungsprodukt anlegen, das Datenblatt des Lieferanten hochladen — mehr braucht die erste Auslesung nicht.