Was Händler vor der Registrierung wissen wollen.
Die Antworten stehen mit denselben Worten in Ihrem Konto, in der Erinnerungsmail und auf der öffentlichen Seite hinter dem QR-Code. Fehlt hier etwas, schreiben Sie uns — die Frage steht danach an dieser Stelle.
Prüft oder zertifiziert noplastics meine Verpackung?
Nein. noplastics ist Software — technische Infrastruktur, vergleichbar mit einer Rechnungs- oder ERP-Software. Wir lesen die vom Lieferanten bereitgestellten Daten automatisiert aus und bereiten sie für Ihr technisches Dossier auf. Eine inhaltliche Prüfung, eine Bestätigung der Konformität oder eine Zertifizierung findet bei uns nicht statt.
So steht es auch auf jeder Konformitätserklärung und jeder öffentlichen Seite: noplastics hat die vom Lieferanten bereitgestellten Daten (mit der Kennung des Datenblatts) automatisiert ausgelesen und für das technische Dossier des Inverkehrbringers aufbereitet. Die Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben und die Ausstellung der Konformitätserklärung verbleibt beim Inverkehrbringer — also bei Ihnen.
Wer entscheidet über Freigabe und Konformitätserklärung — eine KI?
Nein, Sie. Texterkennung und ein Sprachmodell lesen das technische Datenblatt des Lieferanten aus und machen daraus einen Vorschlag: Materialzusammensetzung samt Stoffkennzeichnung, Schadstoffangaben mit Fundstelle und die passende Norm. Der Vorschlag wird nie ungesehen übernommen.
Sie sehen die Angaben, korrigieren, wo nötig, und klicken auf Freigabe. Damit bestätigen Sie als Wirtschaftsakteur, dass Sie die Daten kontrolliert haben, und stellen die Konformitätserklärung aus. Fällt die Texterkennung aus, tragen Sie die Angaben aus dem Datenblatt selbst ein.
Was heißt Prüfmodus „Standard" und „Mit Vorbehalt"?
Standard ist der Regelfall: Alle Nachweise sind im Datenblatt belegt, und Sie geben frei. Ist ein Nachweis offen oder nicht belegt — etwa weil das Datenblatt zu PFAS nur „in Abklärung" sagt —, warnen wir Sie. Sie können trotzdem weiterarbeiten: Freigeben lässt sich dann im Prüfmodus „Mit Vorbehalt". Zeitpunkt und Person werden protokolliert.
Die Erklärung wird dann sichtbar als „unter Vorbehalt" gekennzeichnet: Die offenen Punkte stehen einzeln oben auf der Konformitätserklärung, zusammen mit dem Vermerk, dass Sie unter Vorbehalt freigegeben haben. Die öffentliche Seite zeigt den Stand als „vom Inverkehrbringer freigegeben – unter Vorbehalt". Verantwortet wird diese Freigabe wie jede andere von Ihnen; noplastics prüft sie nicht.
Was ist der Dokumententresor?
Der Ort, an dem alles liegt, was Sie im Ernstfall vorzeigen müssen — sortiert und vollständig. Zu jedem Verpackungsprodukt: das technische Datenblatt des Lieferanten mit seiner Datenblatt-ID, jede Fassung Ihrer Konformitätserklärung mit Dokumentnummer als PDF und das Protokoll jeder Freigabe — wer, wann, mit welchem Wortlaut und in welchem Prüfmodus.
Ausgestellte Erklärungen und Freigabeprotokolle werden weder überschrieben noch gelöscht, solange Ihr Konto besteht. Ändert sich eine freigegebene Angabe, wird die bisherige Erklärung als abgelöst markiert und bleibt lesbar; daneben entsteht die neue Fassung. Über die Vorgangsnummer ist jedes versendete Paket mit seinem Standardpaket und dessen Erklärungen verknüpft. Fragt eine Behörde, ein Marktplatz oder ein Abmahner nach, zeigen Sie den Nachweis aus Ihrem Konto, statt Ordner und Postfächer zu durchsuchen.
Was ist ein Verpackungsprodukt, was ein Standardpaket?
Ein Verpackungsprodukt ist ein Artikel eines Herstellers — ein Karton, eine Polstermatte, eine Rolle Papierklebeband —, identifiziert über Hersteller und Artikelnummer. Von der versendeten Ware weiß es nichts.
Ein Standardpaket ist die Zusammenstellung, die tatsächlich rausgeht: Karton M plus Polstermatte plus Papierklebeband, je mit Menge. Freigegeben wird immer das Produkt, nie das Paket: Ein Paket ist freigegeben, wenn jedes Produkt darin freigegeben ist.
Was ist ein Matchcode?
Die Dublettensuche beim Anlegen eines Verpackungsprodukts. Hersteller und Artikelnummer werden auf eine Vergleichsform gebracht — Umlaute ausgeschrieben, alles außer Buchstaben und Ziffern weg —, sodass „ABC-1234" und „abc 1234" derselbe Artikel sind.
Was diese Normalisierung nicht fängt, fängt die unscharfe Suche: Sie zeigt Ihnen mögliche Treffer, bevor Sie speichern. Rechtsformzusätze werden bewusst nicht entfernt — „Meier GmbH" und „Meier AG" sind zwei Unternehmen.
Kann ich versenden, wenn noch kein Datenblatt vorliegt?
Ja. Sie versenden eine Sendung auf eigene Verantwortung, solange Angaben fehlen. Das wird mit Zeitpunkt, Person und den offenen Punkten protokolliert, wie sie in diesem Moment standen.
Am Status ändert es nichts: Es gibt keine Freigabe und keine Konformitätserklärung. Die öffentliche Seite nennt den Versand auf eigene Verantwortung in einem eigenen Feld neben dem Status, nie darin.
Wie oft werde ich an fehlende Angaben erinnert?
Viermal in vier Wochen: an Tag 0, 7, 14 und 21. Es ist eine gebündelte Mail je Händler und nicht eine je Datensatz — wer zwölf offene Verpackungsprodukte hat, bekäme sonst zwölf Mails am selben Morgen und läse keine davon.
Die Kette endet, sobald die Angaben vollständig sind oder Sie den Versand auf eigene Verantwortung erklärt haben. Eine Sperre am Ende gibt es nicht.
Was passiert mit Freigabe und Erklärung, wenn ich einen freigegebenen Datensatz ändere?
Eine Änderung an dem, was die Verpackung physisch beschreibt oder identifiziert — Hersteller, Artikelnummer, Verpackungsart, Maße, Gewicht, Rezyklatanteil, Materialzusammensetzung —, kostet Freigabe und Konformitätserklärung und macht eine neue Freigabe nötig. Dasselbe gilt für ein ausgetauschtes oder entferntes Datenblatt: Eine Erklärung, die auf einem ersetzten Dokument beruht, ist auf nichts mehr gestützt.
Ein korrigierter Tippfehler im Produktnamen tut das nicht. Die abgelöste Konformitätserklärung wird nie gelöscht, sondern als abgelöst markiert und bleibt lesbar.
Bleibt ein einmal gedruckter QR-Code gültig?
Ja. Der Code zeigt auf Ihre Bestellnummer oder auf Ihr Standardpaket, der Link auf dem Versandetikett auf die Vorgangsnummer eines Pakets — nie auf ein Dokument oder eine einzelne Freigabe. Was dahinter liegt, darf sich ändern, das gedruckte Etikett bleibt richtig.
Deshalb können Sie sich eine Etikettenrolle für ein Standardpaket einmal drucken und über Monate verkleben. Und der QR-Code des Link-Scanners ist ohnehin auf jedem Paket derselbe: Er kommt einmal in Ihre Etikettenvorlage und bleibt dort.
Wie kommt der Code auf mein Versandetikett?
Auf das Etikett des Paketdienstes lässt sich kein eigener QR-Code je Paket setzen — seine Vorlage nimmt ein festes Bild und ein paar Textfelder. Dort stehen deshalb zwei Dinge: der QR-Code des Link-Scanners, ein JPG, das für alle Pakete gleich ist, auf noplastics.com/v führt und einmal in die Vorlage kommt; und im Referenzfeld der Link mit der Vorgangsnummer des Pakets, etwa noplastics.com/v/DE6A7K3MX9. Die Links stehen in Ihrer Auftragsliste und kommen als CSV zu Ihrem Versandtool.
Für den Packzettel bleibt es beim Code je Sendung: Für Shopify zeigt Ihnen der Uploadbereich einen fertigen Liquid-Block, in dem Ihre Shop-Kennung fest steht und Shopify die Bestellnummer beim Drucken einsetzt. Auf einem Zebra-Etikettendrucker holen Sie den Code als ZPL-Druckauftrag, für Bürodrucker und Etikettendienste als PDF — eine Seite genau so groß wie der Code samt Ruhezone.
Was ist die Vorgangsnummer?
Die Nummer eines einzelnen Pakets, zehn Stellen: das Länderkürzel Ihres Firmensitzes — DE für Deutschland —, die letzte Ziffer des Jahres und sieben Zufallszeichen, die die Nummer eindeutig und unratbar machen, etwa DE6A7K3MX9. Sie entsteht, sobald Sie einer Bestellung ein Standardpaket zuordnen; eine Bestellung in zwei Kartons sind zwei Vorgänge.
Wer das Paket in der Hand hält, scannt den QR-Code auf dem Etikett und landet im Link-Scanner. Der liest den Link mit der Handykamera ab oder nimmt die Nummer von Hand und öffnet die Seite des Vorgangs: Freigabestand, Material, Tonne und Erzeugerkennzeichnung. Die Erkennung läuft dabei auf dem Telefon — das Kamerabild mit der Anschrift des Empfängers wird nicht übertragen.
Was sieht jemand, der den Code auf dem Paket scannt?
Eine öffentliche Seite ohne Anmeldung. Der QR-Code auf dem Versandetikett führt zuerst zum Link-Scanner, der die Vorgangsnummer des Pakets abliest; der Code auf dem Packzettel führt direkt zur Sendung. Beide Wege enden bei derselben Auskunft: der Erzeugerkennzeichnung — Firma, Anschrift, USt-IdNr. und LUCID-Nummer —, dem Freigabestand der Verpackung, den Konformitätserklärungen — als Webseite fürs Telefon und als PDF — und dem Mülltrennungshinweis. Die Sendungsseite nennt, sobald die Versanddaten vorliegen, zusätzlich die Verpackungsabrechnung grammgenau je Materialfraktion.
Steht die Freigabe noch aus, steht dort, welche Angabe fehlt — als Auskunft, nicht als Fehlermeldung. Und auf jeder Seite steht, dass noplastics die Daten nur ausgelesen und aufbereitet hat.
Woher kommen die Grammangaben auf der Sendungsseite?
Aus standardisierten Industriegrammaturen: Ihr Bestellexport wird eingelesen, jede Zeile ihrer Warennummer zugeordnet, und daraus entstehen die Grammwerte je Materialfraktion.
Zwei Sicherungen gehören dazu. Bei mehreren Artikeln je Bestellung begrenzt eine Deckelung die Verpackungsmenge auf reale Logistik-Maximalwerte, statt unrealistisch aufzuaddieren. Fehlen Angaben zu einer Zeile, greift ein Fallback, der bewusst zu viel ansetzt statt zu wenig. Beides wird auf der öffentlichen Seite ausgewiesen und nicht stillschweigend eingerechnet.
Wer wird ins Verfahren aufgenommen?
Jeder Händler. Es gibt kein Mindestaufkommen und keine begrenzten Plätze — Sie registrieren sich und schließen Ihr Abonnement ab. Freigaben und Konformitätserklärungen gibt es mit dem Abonnement, ohne Abonnement keine Dienstleistung.
In der Pilotphase bis zum 31.12.2026 ist die Grundgebühr frei. In dieser Zeit freuen wir uns über Ihre Kritik, Ihr Lob und Ihre Rezensionen. Die versendeten Pakete werden dagegen ab dem ersten Tag erfasst und monatlich berechnet; die erste Grundgebühr folgt nach der Pilotphase.
Was kostet die Teilnahme?
Die Software kostet 9,95 € im Monat im monatlich kündbaren Flex-Modell oder 6,95 € im Monat bei jährlicher Abrechnung. Dazu kommen 0,07 € je versendetem Paket, unabhängig vom gewählten Modell.
In der Pilotphase bis zum 31.12.2026 entfällt die Grundgebühr, und jeder Neukunde hat mindestens vier Wochen plus den Rest des Monats ohne Grundgebühr. Beim Abschluss wird nur Ihr Zahlungsmittel hinterlegt; die Pakete werden ab dem ersten Tag monatlich berechnet.
Ab etwa 5.000 Paketen im Monat oder bei einer eigenen API-Anbindung sprechen wir über ein Volumen-Modell.
Ihre Frage steht nicht dabei?
Schreiben Sie uns — was mehrfach gefragt wird, steht danach auf dieser Seite.
