Fragen & Antworten

Was Händler vor der Registrierung wissen wollen.

Die Antworten stehen mit denselben Worten in Ihrem Konto, in der Erinnerungsmail und auf der öffentlichen Seite hinter dem QR-Code. Fehlt hier etwas, schreiben Sie uns — die Frage steht danach an dieser Stelle.

Wer entscheidet über das Siegel — eine KI?

Nein. Die Eingabe der Prüfung ist das technische Datenblatt des Herstellers; Texterkennung und ein Sprachmodell ziehen daraus einen Vorschlag für die Materialzusammensetzung. Dieser Vorschlag steht neben der Prüfung, nie in ihr, und wird nie automatisch übernommen.

Entschieden wird von einem Prüfer bei noplastics, dessen Name mitgeschrieben wird. Fällt die Texterkennung aus, liest der Prüfer das Datenblatt selbst — am Ergebnis ändert das nichts.

Was ist der Unterschied zwischen noplastics Zero und noplastics Eco?

Zero heißt: die Verpackung enthält keinen Kunststoff. Eco heißt: sie enthält Kunststoff, dessen Eigenschaften den Anforderungen der PPWR entsprechen. Beide werden erst vergeben, nachdem ein Prüfer die Materialzusammensetzung des technischen Datenblatts bestätigt hat.

Ein Standardpaket trägt das schwächere aller enthaltenen Siegel: Ein Paket aus einem Zero- und einem Eco-Produkt ist als Ganzes Eco.

Was ist ein Verpackungsprodukt, was ein Standardpaket?

Ein Verpackungsprodukt ist ein Artikel eines Herstellers — ein Karton, eine Polstermatte, eine Rolle Papierklebeband —, identifiziert über Hersteller und Artikelnummer. Von der versendeten Ware weiß es nichts.

Ein Standardpaket ist die Zusammenstellung, die tatsächlich rausgeht: Karton M plus Polstermatte plus Papierklebeband, je mit Menge. Geprüft wird immer das Produkt, nie das Paket: Ein Paket ist freigegeben, wenn jedes Produkt darin ein Siegel trägt.

Was ist ein Matchcode?

Die Dublettensuche beim Anlegen eines Verpackungsprodukts. Hersteller und Artikelnummer werden auf eine Vergleichsform gebracht — Umlaute ausgeschrieben, alles außer Buchstaben und Ziffern weg —, sodass „ABC-1234" und „abc 1234" derselbe Artikel sind.

Was diese Normalisierung nicht fängt, fängt die unscharfe Suche: Sie zeigt Ihnen mögliche Treffer, bevor Sie speichern. Rechtsformzusätze werden bewusst nicht entfernt — „Meier GmbH" und „Meier AG" sind zwei Unternehmen.

Kann ich versenden, wenn noch kein Datenblatt vorliegt?

Ja. Sie geben eine Sendung auf eigene Verantwortung frei, solange Angaben fehlen. Das wird mit Zeitpunkt, Person und den offenen Punkten protokolliert, wie sie in diesem Moment standen.

Am Status ändert es nichts: Es wird kein Siegel vergeben und keine Konformitätserklärung ausgestellt. Die öffentliche Seite nennt die Freigabe in einem eigenen Feld neben dem Status, nie darin.

Wie oft werde ich an fehlende Angaben erinnert?

Viermal in vier Wochen: an Tag 0, 7, 14 und 21. Es ist eine gebündelte Mail je Händler und nicht eine je Datensatz — wer zwölf offene Verpackungsprodukte hat, bekäme sonst zwölf Mails am selben Morgen und läse keine davon.

Die Kette endet, sobald die Angaben vollständig sind oder Sie die Freigabe auf eigene Verantwortung erklärt haben. Eine Sperre am Ende gibt es nicht.

Was passiert mit dem Siegel, wenn ich einen geprüften Datensatz ändere?

Eine Änderung an dem, was die Verpackung physisch beschreibt oder identifiziert — Hersteller, Artikelnummer, Verpackungsart, Maße, Gewicht, Rezyklatanteil, Materialzusammensetzung —, kostet Siegel und Konformitätserklärung und schickt den Datensatz zurück in die Prüfung. Dasselbe gilt für ein ausgetauschtes oder entferntes Datenblatt: Ein Siegel, das auf einem ersetzten Dokument beruht, ist auf nichts mehr gestützt.

Ein korrigierter Tippfehler im Produktnamen tut das nicht. Die abgelöste Konformitätserklärung wird nie gelöscht, sondern als abgelöst markiert und bleibt lesbar.

Bleibt ein einmal gedruckter QR-Code gültig?

Ja. Der Code zeigt auf Ihre Bestellnummer oder auf Ihr Standardpaket, nie auf ein Dokument oder eine einzelne Prüfrunde. Was dahinter liegt, darf sich ändern — das gedruckte Etikett bleibt richtig.

Deshalb können Sie sich eine Etikettenrolle für ein Standardpaket einmal drucken und über Monate verkleben.

Wie kommt der Code auf mein Versandlabel?

Für Shopify zeigt Ihnen der Uploadbereich einen fertigen Liquid-Block für den Packzettel: Ihre Shop-Kennung steht fest darin, die Bestellnummer setzt Shopify beim Drucken ein — ein Block deckt jede künftige Bestellung ab.

Auf einem Zebra-Etikettendrucker holen Sie denselben Code als ZPL-Druckauftrag; der Drucker rendert das Symbol selbst und es ist bei jeder Auflösung scharf. Für Bürodrucker und Etikettendienste gibt es das PDF — eine Seite genau so groß wie der Code samt Ruhezone.

Was sieht jemand, der den Code auf dem Paket scannt?

Eine öffentliche Seite ohne Anmeldung. Sie nennt die Erzeugerkennzeichnung — Firma, Anschrift, USt-IdNr. und LUCID-Nummer —, den Prüfstand der Verpackung und, sobald die Versanddaten vorliegen, die Verpackungsabrechnung grammgenau je Materialfraktion samt Mülltrennungshinweis.

Läuft die Prüfung noch, steht dort, welche Angabe fehlt — als Auskunft, nicht als Fehlermeldung.

Woher kommen die Grammangaben auf der Sendungsseite?

Aus standardisierten Industriegrammaturen: Ihr Bestellexport wird eingelesen, jede Zeile ihrer Warennummer zugeordnet, und daraus entstehen die Grammwerte je Materialfraktion.

Zwei Sicherungen gehören dazu. Bei mehreren Artikeln je Bestellung begrenzt eine Deckelung die Verpackungsmenge auf reale Logistik-Maximalwerte, statt unrealistisch aufzuaddieren. Fehlen Angaben zu einer Zeile, greift ein Fallback, der bewusst zu viel ansetzt statt zu wenig. Beides wird auf der öffentlichen Seite ausgewiesen und nicht stillschweigend eingerechnet.

Wer wird ins Verfahren aufgenommen?

Der reguläre Weg ist das Paketaufkommen: Ab 30 Paketen am Tag steht die Aufnahme ohne Weiteres fest. Daneben stehen zwei Pilotzugänge mit je 30 Plätzen — Kleinunternehmen, also unter 2 Mio. € Jahresumsatz und weniger als 10 Mitarbeiter, sowie Händler, die über CJdropshipping abwickeln.

Ein Pilotplatz wird nur belegt, wenn die Aufnahme allein über ihn zustande kommt. Wie viele Plätze noch frei sind, steht im Registrierungsformular, bevor Sie absenden.

Was kostet die Teilnahme?

Die Software kostet 9,95 € im Monat im monatlich kündbaren Flex-Modell oder 6,95 € im Monat bei jährlicher Abrechnung. Dazu kommen 0,07 € je versendetem Paket, unabhängig vom gewählten Modell.

Ab etwa 5.000 Paketen im Monat oder bei einer eigenen API-Anbindung sprechen wir über ein Volumen-Modell.

Ihre Frage steht nicht dabei?

Schreiben Sie uns — was mehrfach gefragt wird, steht danach auf dieser Seite.

Fragen & Antworten zu Prüfung, Siegeln und QR-Codes | noplastics verified